Mittwoch, 12. Juni 2013

Degradierung im MSCI-Index

Griechenland wird erstes »Schwellenland« in der Europäischen Union

Lesen Sie hierzu auch den interessanten Artikel aus dem Handelsblatt:

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Aus dem Buch: Die wahre Griechenland Lüge




Das Märchen von der Griechenlandrettung (2010-2013)


»Die Geschichte von der Griechenlandrettung ist ein Märchen. Die Wahrheit ist, dass wir die Griechen in die Arbeitslosigkeit und ihre Volkswirtschaft auf Talfahrt schicken und mit vielen Milliarden Euros Spekulanten und Hedge Fonds füttern. Die Wahrheit ist, dass wir die Griechen in die Arbeitslosigkeit und ihre Volkswirtschaft auf Talfahrt schicken. Im Interesse der Menschen in Deutschland und in Griechenland sollten wir diese ziellosen Rettungsaktionen lieber heute als morgen einstellen. Die eigentliche Rettung besteht darin, jede Volkswirtschaft mit der für sie passenden Währung zu versehen. Es ist besser wenn jedes Volk souverän über seine Wirtschaftspolitik entscheidet. Ein Diktat aus dem fernen Brüssel hebelt nicht nur Demokratie und den Willen des Volkes aus, sondern orientiert sich kaum noch an den gesellschaftlichen Realitäten der Menschen.«
Im Zusammenhang mit der »Griechenlandrettung«, ist die Wahrheit schon längst auf der Strecke geblieben. Gerade die, die es eigentlich wissen müssten, beteiligen sich am aktivsten an der Legendenbildung und Märchenstunde. Schon das Wort »Griechenlandrettung« trifft nicht zu. Gerettet werden weder die Griechen noch der griechische Staat.
Da hat sich ausgerechnet der Bundeswirtschaftsminister Dr. med. Philipp Rösler (FDP) im ARD Sommerinterview erfrischend ehrlich geäußert. Dort äußerte er, dass er kaum noch eine Chance für den Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone sähe. Ein solcher Austritt hätte für ihn zudem längst seinen Schrecken verloren.
Wörtlich sagte Dr. med. Philipp Rösler:
"Die Griechen werden dann selber zu der Überzeugung kommen, dass es vielleicht klüger ist, aus der Euro-Zone auszutreten." (Quelle: ARD-Sommerinterview  im Bericht aus Berlin 22.07.2012)

Dienstag, 11. Juni 2013

Staatlicher Rundfunkt ERT in Griechenland fast vollständig abgeschaltet!

Eine weitere Hochburg der griechischen Vetternwirtschaft geht offline



Nach einem Beschluss der griechischen Regierung wurden gestern Nacht fast alle staatlichen Hörfunk- und Fernsehsender der ERT abgeschaltet. Das griechische Finanzministerium erklärt hierzu, dass das Unternehmen ERT nicht mehr existiert. Damit gehet eine 75 Jahre alte Ära der griechischen Rundfunkgeschichte zu Ende.

Die Beamtengewerkschaft (ADEDY) rief  natürlich sofort zum Widerstand gegen den Regierungsbeschluss auf und gab die üblichen Drohungen zum Besten. Sofort kam es zudem von den Gebäuden der ERT in Athen und anderen Städten zu spontanen Demonstrationen. Der mächtige griechische Erzbischof Hieronymus II. bezeichnete die Schließung als „undenkbar“. 

Wer diesen korrupten Laden kennt wird ihm keine Träne nachweinen. Trotzdem handelt es sich hier wieder um eine total unsinnige Maßnahme der griechischen Politik. Wie immer entschieden die Verantwortlichen mal wieder übereilt und willkürlich. Außerdem glaube ich nicht, dass es zu wirklichen Einsparungen kommen wird. Ich gehe davon aus, dass schon bald eine neue Anstalt gegründet wird und am Ende alles noch viel teuerer wird! Es wäre nicht das erste Mal.






Montag, 10. Juni 2013

Die EZB steht vor Gericht!

Die Zukunft des Euros liegte jetzt in den Händer der Karlsruher Richter

Nach dem Ende der heutigen Verhandlung folgt an dieser Stelle ein ausführlicher Bericht

Zypern: Toiletten gegen den Euro

Skuriller Protest gegen den Euro


Der Protest gegen die Sparvorgaben der Euro-Gruppe treibt immer schillendere Blüten. Mit 20 Gibs Toiletten protestiert der zypriotische Künster Andreas Efstathiou auf dem Bürgersteig vor der Zentralbank in Nikosia gegen Spravorgaben und die Wirtschaftspolitik. Schuld an allem sind natürlich mal wieder die anderen lautet dabei die Botschaft des Künstlers. Kein Wort von der jahrelangen Politik auf Zypern, die systematische Geldwäsche in einem aufgeblähten Bankensektor ermöglichte und förderte.

Übrigens die Rückseiten der Gibs-Toiletten sehen aus wie Grabsteine. Wenn hier das Begräbnis des Euros vorweggenommen werden soll, dann stimme ich natürlich zu. 
Es mag jeder für sich entscheiden, ob es sich hier um Kunst handelt.

Sonntag, 9. Juni 2013

Einwanderung junger Griechen nach Deutschland

Jeden Monat melden sich allein in Berlin 150 junge Griechen an

Über den aktuellen Trend der Einwanderung junger Griechen in das deutsche Sozialsystem habe ich in meinem Buch bereits ausführlich berichtet. Abgesehen davon, dass diese Entwicklung zu einer Belastung des deutsches Systems führt, stellt er für mich auch keine Lösung der wirtschaftlichen Probleme in Griechenland dar.
Zu diesem Thema möchte ich Ihnen einen Wortbeitrag des RBB-Inforadios empfehlen. In der Sendereihe Babylon wird davon berichtet, dass sich monatlich zirka 150 Neuankömmlinge aus Griechenland bei der griechisch-orthodoxen Gemeinde melden. Dort findet diese jungen Menschen eine erste Hilfe, die im Wesentlichen daraus besteht, sie bei der Antragsstellung im Jobcenter zu unterstützen und zu begleiten.



Ich bitte Sie diesen interessanten Beitrag zu beachten.


Aus dem Buch: Die wahre Griechenland Lüge

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Aber nicht nur mit dem Euro, sondern auch mit ihren Füßen haben die Griechen bereits über die Zukunft der Gemeinschaftswährung abgestimmt.

Es waren wieder zuerst die Reichen, die ihre griechische Heimat nur noch als Touristen besuchten. Dann folgten die jungen und gut ausgebildeten Griechen, die der Arbeitslosigkeit und den fehlenden Perspektiven durch Auswanderung entkommen wollten.
Der aktuelle Trend ist die Einwanderung von verzweifelten Griechen in die Sozialsysteme der Geberländer der Eurozone.
Was diese Menschen zurücklassen ist ein Land in wirtschaftlichem Niedergang und mit einer öffentlichen Verwaltung im Rückwärtsgang. Für alles machen die Menschen die Politiker der Geberländer und die europäischen Bürokraten verantwortlich. Mehrheitlich stehen die Griechen schon längst nicht mehr hinter den Forderungen und Vorgaben von EZB, IWF und Europäischer Union.
Es ist wirklich nur noch eine Frage der Zeit bis die griechische Bevölkerung »NEIN« sagen wird. Was passiert eigentlich dann?......



Donnerstag, 6. Juni 2013

IWF/IMF Bericht schlägt hohe Wellen




Vielstimmige Resonanz auf den Bericht

Heute wurden Einzelheiten zu dem Griechenland-Bericht des IWF veröffentlich. Wie es zu erwarten war, war die Resonanz vielstimmig. Die griechische Regierung fühlt sich in weiten Teilen bestätigt. Die EU ist beleidigt und die Bundesregierung hält sich zurück.

Insgesamt kann man aber feststellen, dass die Kritik des IWF in der Sache durchaus eine zutreffende Analyse darstellt. Aus meiner Sicht ist auch die Schärfe und Deutlichkeit angebracht. Es hätte wirklich schon 2010 jedem Volkswirten und hochbezahlten Wirtschaftswissenschaftler klar sein müssen, dass die Sanierung der Staatsfinanzen und eine Erholung der Wirtschaft nicht möglich ist, wenn man durch überstürzte Maßnahmen einen Staat in eine langanhaltene Rezession stürzt.


 Lesen Sie hier die Pressemitteilung des IWF/IMF zu dem Griechenland Bericht vom 06.06.2013 im Orginal auf der Seite des IWF/IMF:
Transcript of a Press Briefing by Gerry Rice, Director,Communications Department, International Monetary Fund Washington, D.C. Thursday, June 6, 2013

Lesen Sie auch folgende Passagen aus dem Buch "Die wahre Griechenland Lüge"

 

Die griechische Wirtschaft liegt bereits am Boden und steckt mitten in einer jahrelangen Rezession. Teile der griechischen Wirtschaft sind schon gar nicht mehr existent. So hat beispielsweise die griechische Exportwirtschaft das Euroexperiment weitestgehend nicht überlebt. Auch das für den griechischen Markt produzierende Gewerbe wurde in den letzten Jahren zu einem großen Teil nach Bulgarien verlagert. Von Bedeutung ist auch der Teil der Wirtschaft, der zusätzlich in die Schattenwirtschaft abgeglitten ist. Insgesamt hat die griechische Wirtschaft durch den Euro international an Wettbewerbsfähigkeit stark verloren. Die Investitionstätigkeit geht schon seit Jahren permanent zurück.

Die griechische Wirtschaft schrumpft seit 2009. 2010 betrug der (reale) Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) 4,5 Prozent, 2011 beinahe 7 Prozent. Prognosen für das laufende Jahr sind weiterhin pessimistisch und schwanken in der Größenordnung von 4 bis 6 Prozent Minuswachstum. Griechenland wird voraussichtlich erst ab 2015 wieder auf einen Wachstumspfad zurückkehren können. Die Arbeitslosigkeit liegt nach Angaben der Statistikbehörde EL.STAT. ( Hellenic Statistical Authority) für das erste Quartal 2012 bei 22,6 Prozent, die Jugendarbeitslosigkeit über 50 Prozent, Tendenz weiter steigend.